1/25/2010

goodbye blogspot, hello tumblr


wir sind umgezogen
und von nun an hier zu finden:

1/24/2010

time to fuck again


*irgendwann anfang 2009

die discokugel dreht sich rund herum, wirft schatten, glitzert und blendet. unter ihr, zum beat der technomusik tanzen sie. bewegen sich extatisch, zigarette in der rechten und gin tonic in der linken. tanzen ausgelassen. miteinander und völlig allein. jeder kennt sich, nichts bleibt verborgen. aufstieg und abstieg jede woche neu. jünger, älter, verfall. es gibt kein haltbarkeitsdatum. die musik dröhnt, gläser zerschmettern auf dem harten beton, die meute tanzt, die kugel dreht sich, dreht sich und dreht sich. werde von hinten angerempelt. irgendein typ, lächerliche anmache. leicht durchschaubar. es ist fast 7 uhr morgens. jetzt sind nur noch die verzweifelten, die vor dem abgrund stehenden, übrig. es geht nur noch um ficken. ficken, bumsen, vögeln. die mädchen, die noch übrig sind, sind zu betrunken oder zu high, um noch nein sagen zu können. klammern sich an den letzten funken hoffnung, dass es doch noch die party des jahres wird, der hit. sie wollen die totale extase, leid und schmutz. die männer wissen genau: jetzt können sie die verzweifelten bekommen. picknick, ficknick. genau der richtige laden für die ficker und die gefickten, die nur darauf warten, dass ihnen das herz gebrochen wird. keine moral, nur libido, triebefriedigung. heute erst gefickt, morgen schon vergessen. nächsten samstag wieder picknick time, time to fuck again.

der Vorhang fällt. Sonnenstrahlen fallen hinein. kälte ist nun da, bemerke sie jetzt erst. musik aus. gläser klirren. aufbruchsstimmung, der vorhang ist gefallen.

ich gehe nochmal hoch. suche meine jacke, die mario für mich versteckt hat, irgendwo hinter der bar. finde sie. klebrig und nass. hoffentlich keine kotze. finde dana auf den schmuddeligen braunen sitzkissen liegen. mo tasche in der hand. das schino hat sie letztens in der pannebar verloren. nur noch das oo ist übrig. immerhin, nun kann sie ihr der gerichtsvollzieher nicht mehr nehmen. wer will schon das mo ohne schino. wertlos. die strumpfhose hängt ihr an den knien. der rock beschmutzt, sieht aus wie wein. schminke verlaufen. sie schläft wie ein glückliches kind. versuche sie zu wecken, schütteln, rütteln, nichts hilft. irgendeiner der arbeitenden hipster drängt mich zu gehen und meine freundin ja auch mitzunehmen. kenne den, auf jeder Party dabei, jedes mal ein anderes mädchen. ob brünett, blond, gelockt oder glatt, lang oder kurz, hauptsache mal den schwanz reingesteckt und ein loch mehr, dass er von seiner „was noch nicht gefickt“- liste streichen kann. kann mir das seufzen auf seinen lippen förmlich vorstellen. flachlegen ist schon echt anstrengend und dann auch noch die ganzen verliebten löcher vertrösten. immer mit lieben worten natürlich. Aber einmal gefickt und weg. uninteressant. nur fleisch, nur ein loch mehr, das gestopft wurde.

dana rührt sich, verzieht das gesicht, ziehe sie hoch, als dank dafür kotzt sie mir auf die Schuhe. pumps, wildleder, irrsinnig teuer. danke meine liebe.

mit der kotze erwacht dana wieder zum leben und fängt an zu schimpfen. „scheiß picknick, da geh ich nie wieder hin, alle stehen nur rum und gucken sich an“. ich sage nichts, denke dasselbe, komme trotzdem immer wieder.

dana redet weiter, ich höre weg. lasse sie reden. meine gedanken tragen mich weit weg. grabe mir irgendeine höhle und vergrabe meine wörter. stumm bin ich, finde die höhle nie wieder. zu weit weg, zu viele gänge, die sich von minute zu minute neu formieren. nie kommt man an einen ort zurück, an dem man schon war, trotzdem ist sich alles so ähnlich und man ist der festen überzeugung schon einmal dort gewesen zu sein. déja vue. aber das bewusstsein ist getrübt. tunnelblick.

die sonne scheint, scheint uns entgegen. scheint uns an. scheint heilig, scheinheilig. wir sind geblendet, aber schon vorbereitet, holen unsere sonnenbrillen heraus, perfekte tarnung.

stecke dana in die bahn, ermahne sie daran ja nicht einzuschlafen. ich nehme die U6. meringdamm umsteigen in die U7. rolltreppe hoch rennen U8 zur boddinstraße erwischen. jetzt noch 4 minuten zu fuß. angekommen. kleider wegwerfen, ins bett kriechen. versuche zu schlafen. doch halbtaub habe ich nur das bummbumm des technobeats im kopf.



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some say i got devil/some say i got angel/ but i'm just a girl in trouble

in diesem sinne: gute nacht

1/21/2010

schlaf-fasten

schlafen kann ich wenn ich tot bin,
bin ich vollkommen einer meinung mit fassbinder.

letzte nacht hab ich nicht geschlafen, warum auch, mir geht's heute so gut wie lange nicht mehr.
tatsächlich sogar so gut, dass ich beim arbeiten zum ersten mal wortwörtlich vor lachen geweint habe.
vielleicht also wirklich mal schlaf-fasten?
soll man ja auch irgendwann lustige halluzinationen bekommen.

gestern den neuen film von buck angeschaut:
same same but different


und würde sagen, leider same same die leier mit der liebesgeschichte
boy meets girl, lovelove, complication, solution, happy ending
gottseidank aber (achtung, different) nicht so ein glattes alles gut happy ending, das ist schlicht unmöglich.
uch, was ein spoiler
aber trotz der auch wenn man das buch(/die wahre geschichte auf der es basiert/einen ähnlichen fall) vom lesen(/erleben/hörensagen) nicht kennt recht vorhersehbaren geschichte, ist dieser film wirklich wert, gesehen zu werden.
gesehen und gehört. durchweg grandios gefilmt, ein feiner, sensibler blick, kamera und schnitt, wow. und die musik, vor allem das wiederkehrende verzerrte schreien, schmerzte teilweise selbst in meinem lärmerprobtem ohr. intensiv.
ich merke gerade, ich bin nicht mehr fähig, anständige gedanken zu fassen, geschweige denn niederzuschreiben. tippen. gah.
jedenfalls, schau ihn dir mal an und sag mir, wie er dir gefallen hat.
ich als 'kommerziellen' deutschen film eher ablehnende (hüstel) war jedenfalls ziemlich begeistert, geht nämlich eben auch so.

ich nehme mir deinen buchtipp asap zu herzen, klingt jedenfalls nach einem buch, das ich lesen MUSS.


ich vergnüge mich jetzt mit meinen 2 darlingen:



ich LIEBE essen klauen auf filmpremieren.

chrchr

gute nacht und bis samstag, hoffe ich!

1/17/2010

die welt mit nach hause nehmen und fasten


ein buch, das mich mit lichtgeschwindigkeit ins nirvana katapultierte, mich aufschreien ließ und mich zwang, während dem lesen, manisch jede fünfte zeile zu unterstreichen!

"Wenn er nach zwanzig Seiten merkt, daß er in der Wildnis seiner eigenen Alpträume gelandet ist, einem Dschungel mit exotischen Stimmen und phosphoreszierenden Tieraugen, dann wird es zu spät sein. Er wird den Lockrufen folgen, sich freiwillig tiefer ins Dickicht verstricken und schließlich erwachen als einer, der mehr von Todesschlaf und Liebestraum, Horrortrip und (Selbst)Zerstörungslust versteht als je vorher: denn er hat "Nachtgewächs" gelesen.
Der "Baron" Felix, Jude und Waisenkind, findet und heiratet Robin, ein fast stummes, tier- und knabenhaftes Wesen, die Gottes Wundertüte immer verkehrt herum gehalten hat; kaum daß sie "seinen Sohn" geboren hat, verläßt sie ihn zugunsten der jungen Nora Flood, wird aber von der Intrigantin Jenny verführt; das gesamte Geschehen wird beobachtet und kommentiert von dem skurrilen Doktor Matthew O'Connor. Miteinander reagierend, entfachen diese Ingredienzien einen intellektuellen, poetischen und physischen Exzeß. Djuna Barnes erzählt nicht. Sie erhebt einen Gesang, oft einen Wechselgesang, dominiert von den dunkelfunkelnden Arien des Doktors, der sich - "Ich sage immer: Erzählt der Welt ihre Geschichte!" - lügend und wahrsagend zu Tode redet und säuft, tröstender Provokateur und wütendes Klageweib.
Daß das Leben die Erlaubnis ist, den Tod kennenzulernen, und die Liebe die Suche nach einer sicheren Folter, weiß man nach der Lektüre von "Nightwood" genauso, wie daß ein Pariser Pissoir einen runden Rücken und hundert Beine hat. Barnes zwingt zarte Beobachtung und hyperbolische Reflexion zu äußerster Genauigkeit zusammen und vergrößert durch dieses Glas die Verkehrung, die Perversion, die zerklüftete Unterseite der menschlichen Tagesoberfläche.
Felix' Enttäuschung: die Verengung im Fluß der Gunst, durch die das, was wir lieben müssen, zu dem gemacht wird, was wir lieben können. Noras Liebesleid: Des Eifersüchtigen Herz kennt die beste, die wahrhaft betriedigende Liebe: im Bett des anderen, wo der Rivale für die Unvollkommenheit des Liebenden aufkommt. Phantasie reitet weit, um dieses Duell nicht zu versäumen. Angst: wenn man sich am Boden krümmt und die Augen über das Handgelenk stieren, voller Qual, die sie abzuwehren suchen. Djuna Barnes weiß, wovon sie spricht, und macht den Leser in seiner Verwirrung zum Wissenden. Wer ihren barocken Predigten folgt, versteht: Ein Bild ist die Rast des Geistes zwischen zwei Ungewißheiten."
Dorothea Dieckmann

fasten.
nachdem ich mein macbook mit cola überschüttet hatte, wollte ich mir unbedingt das büßerhemd überziehen und als selbstbestrafung meiner grenzenlosen dummheit beschloss ich auch zu fasten. tag eins sah folgendermaßen aus: 19 uhr, bis dahin keine zigarette, kein essen. theresa wirft sich ihren mantel über und rennt zum nächsten dönerladen und raucht danach erst einmal eine schachtel marlboro. mir mangelt es an disziplin und dessen war ich mir von anfang an bewusst. hut ab für dich! ich vergifte lieber doch weiterhin meinen körper mit alkohol, zigaretten und fast food.

1/13/2010

lynch und fasten


ausstellungstipp:

david lynch - dark splendor
im max ernst museum brühl
läuft noch bis zum 21.3.



eine ausstellung, in der ich mich ein wenig in einem lynch film verloren fühlte, eine welt, die sich niemals erlaufen lässt, weil jeder abgrund eine unendliche tiefe birgt - eine tiefe, gleich einem albtraum, aus dem man erwachen will und nicht kann.
herzklopfen und horror, aber auch schmunzeln.
wenn da auf einer düsteren zeichnung plötzlich ein gekritzelter 'moon' per pfeil als solcher markiert ist, zum beispiel. das absurde der bilder kreiiert so nicht nur angst und beklemmeng, sondern zeugt ebenso von ziemlich guten humor.
und warum so düster, mister lynch?
die beste begründung liefert er selber:
"Schwarz hat Tiefe. Schwarz ist nur eine kleine Pforte.
Man tritt ein, und weil es dahinter immer noch dunkel ist, setzt die Fantasie ein,
und vieles, was da drinnen vor sich geht, manifestiert sich. Man sieht das, wovor man Angst hat.
Und das, was man liebt, wie in einem Traum."



ausserdem ein toller tipp
für meine geliebte 'wasted (insert your city here) youth':
(ja auch für dich, theresa ;)

HEILFASTEN!

bringt spass, entschlackung und vor allem:
entgiftung, geistige und körperliche

das erste mal gefastet hab ich vor 2 jahren
und nachdem es ein voller erfolg war, bin ich nun wieder dabei -
hungern für den seelenfrieden

es ist recht simpel und die 100 verschiedenen methoden lassen viel raum zum kombinieren und selber ausprobieren, so lange die grundsätzlichen regeln eingehalten werden.
fasten alla pola hält sich ziemlich genau an diese anleitung:
und der erste apfel nach 6 tagen ganz ohne essen schmeckt tatsächlich wie das leckerste,
was man jemals gegessen hat.

heute ist bei mir übrigens tag 2 und..
..mir gehts furchtbar.
ganz wichtig: frei nehmen
und nicht super smart 9 stunden arbeiten am schlimmsten tag von allen

so long. enjoy.


UND RUF ENDLICH MAL AN DU EULE!

12/29/2009

meshes of the afternoon

gemeinschaftsprojekt von maya deren und alexander hammid, 1943

unbedingt zu beachten ist die treppenszene!!



wir konsumieren




alle arbeiten sind von dem in new york lebenden künstler tom sachs.